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Forschungsschwerpunkte AG Prof. Dehghani

 Das (Endo)Cannabinoidsystem

Cannabinoide gelten als wichtige Signalmoleküle, die bei grundlegenden zellulären Abläufen wie Metabolismus, Wachstum und Teilung eine wichtige Rolle spielen. Sie sind für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Krankheiten wie Tumorerkrankungen, Diabetes mellitus und Arteriosklerose mitverantwortlich. Interessanterweise kommt es unter pathologischen Veränderungen auch im Gehirn zu einem Anstieg der Endocannabinoid-Spiegel. Die Hauptaufgabe der Endocannabinoide, die eine Gruppe körpereigener Substanzen darstellen und über spezifische Rezeptoren ihre Wirkungen entfalten, scheint hierbei zumeist ein schützender, protektiver Effekt zu sein. In der Arbeitsgruppe werden die Funktionen des Endocannabinoidsystems bei Tumorerkrankungen, Neurodegeneration und hormonellen Regulationsprozessen analysiert.

 Einfluss von Cannabinoiden auf die Ausbreitung und das Zellüberleben von Glioblastomzellen

Cannabinoiden wird eine anti-tumorale Wirkung zugeschrieben. Im Gehirn interferieren sie nicht nur mit der Proliferation, dem Wachstum und der Angiogenese maligner Gliome, sondern auch mit der Invasion und der Migration von Tumorzellen. In der Arbeitsgruppe wird das ECS in humanen Zelllinien und in primären Tumoren untersucht und die zugrunde liegenden Mechanismen analysiert. Diese Studien fokussieren sich auf Proliferation, Apoptose, Veränderungen des Zytoskeletts, der Zell-Zell-Adhäsion, biomechanischer Eigenschaften von Tumorzellen, sowie dem Tumormikromilieu. Im Rahmen einer individualisierten Therapie könnten Cannabinoide spezifisch für die Behandlung von Cannabinoid-sensitiven Tumoren eingesetzt werden.

 

Links: Darstellung der Aktinstruktur (grün) einer Glioblastomzelle, sowie deren Kern (blau). Rechts: Visualisierung der Tumorivasion von Glioblastomzellen (grün) ins Gehirngewebe (rot)

 Neuroprotektion: Evaluierung potentieller Therapeutika

Schädigungen des Gehirns und Rückenmarks resultieren im Verlust von Neuronen und verursachen eine Kaskade an Prozessen, die unter dem Begriff der „sekundären neuronalen Schädigung“ zusammengefasst werden. Mikrogliazellen, als Immunkompetente Zellen des Gehirns, spielen bei der Entwicklung des Sekundärschadens eine Schlüsselrolle. In der Arbeitsgruppe wird die Rolle von Gliazellen und im speziellen von Mikrogliazellen bei neuronaler Schädigung evaluiert und die Funktionsweise von potentiell neuroprotektiven Substanzen wie MMF, Cannabinoide, Nimodipin charakterisiert

 

 

Links: NMDA geschädigte murine organotypische hippokampale Schnittkultur. Propidium Iodid positive (rot) degenerierte Neurone (rot) und IB4 positive Mikrogliazellen (grün). Rechts: Iba1 positive murine Mikrogliazellen.

 Das Endocannabinoidsystem im Pankreas und in der Leber

Zahlreiche Körperfunktionen werden durch den hormonellen Einfluss endokriner Organe reguliert. Die Betazellen dee endokrinen Pankreas sorgen durch Produktion und Freisetzung von Insulin für die Glukoseaufnahme in die Zellen. Cannabinoide beeinflussen die Glukose- und Lipidstoffwechsel deutlich. In der Arbeitsgruppe werden die Regulationsmechanismen der Insulinausschüttung aus den pankreatischen Inseln untersucht und die Rolle des Endocannabinoidsystems für die Insulinsekretion und Leberfunktion analysiert. Die Aufklärung der intrazellulären Signalwege soll helfen, die bestehenden Möglichkeiten in der Behandlung von Typ-2-Diabetes zu ergänzen.

 

 

Links: Doppelmarkierung einer pankreatischen Insel mit Insulin (rot) und Glukagon (grün). Rechts: Primäre Hepatozyten in Kultur.

  Forschungsförderung durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (BA 4368/4-1 und DE 885/4-1; PD Dr. I. Bazwinsky-Wutschke und Prof. Dr. F. Dehghani)

Wilhelm-Roux-Programm Modul Translationale und Interdisziplinäre Forschung (TIF) (FKZ 31/26; PD Dr. I. Bazwinsky-Wutschke)

Wilhelm-Roux-Programm (26/27, 29/18, Dr. U. Grabiec)

Direktorin:
Prof. Dr. Heike Kielstein

Hausanschrift:
Medizinische Fakultät
Institut für Anatomie und Zellbiologie
Große Steinstraße 52
06108 Halle (Saale)

06097 Halle (Saale) - Postanschrift

E-Mail:
Prof. Dr. med. 
Heike Kielstein

Prof. Dr. med. 
Faramarz Dehghani

Prof. Dr. med.
Martin Gericke

Sekretariat:
Allgemeine Anfragen:
anatomie(at)medizin.uni-halle.de
Evelyn Axmann
Elisabeth George
Antje Harbach

Telefon: 
(+49) (345) 557 - 1701, -1702, -1703
Fax: (+49) (345) 557 - 1700

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