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Kongenitale Zwerchfellhernie

Die angeborene fetale Zwerchfellhernie ist eine seltene Erkrankung und tritt bei etwa 1 von 2500 Kindern auf. Sie ist eine Entwicklungsstörung, bei der ein Loch im Zwerchfell entsteht und so eine direkte Verbindung zwischen Bauch- und Brustraum bildet, wodurch die Bauchorgane in den Brustraum gelangen können.

Je nach Menge der aufgestiegenen Organe wird die Lunge in ihrer Entwicklung und Funktion stark beeinträchtigt und kann sich in der Brusthöhle nicht richtig ausdehnen.

„Long-tail“-Ballonokkulsion bei der angeborenen schweren Zwerchfellhernie

I: Die angeborene Zwerchfellhernie:
Die angeborene fetale Zwerchfellhernie ist eine Entwicklungsstörung, bei der ein Loch im Zwerchfell entsteht, durch das die Bauchorgane in den Brustraum gelangen können. 

Problem: Durch Platzmangel im Brustmangel kommt es zu einer Lungenhypoplasie. Dadurch entsteht nach der Geburt ein Sauerstoffmangel (Hypoxie)(mehr Informationen hier)

                                                    Lösung: Tracheale Ballonokklusion 

II: Methode der tracheale Ballonokklusion:
Ein 2,5 ml großer Ballon wird über eine speziell geformte Hohlnadel bis in die kindliche Luftröhre (Trachea) vorgeschoben und vor der Trachealauftrennung platziert. 

Ein vorher am Ballon befestigter Polypylen-Faden mit einer Länge von 7 cm ragt aus dem  Mund des Kinds. 

Problem: Durch einen Eingriff in die Fruchthöhle entsteht eine erhöhte Frühgeburtenrate und eine damit erhöhte fetale Mortalität (Sterblichkeit).

Lösung: Nur in unserer Klinik wird ein ultradünnes Fetoskop von nur 1,2 mm Durchmesser verwendet. Durch die nur minimale Verletzung der Fruchtblase erreicht unsere Klinik die deutschlandweite niedrigste Frühgeburtenrate. 

III: Ziel der trachealen Ballonokklusion:
Die Trachea wird 4-6 Wochen dicht verschlossen und die Lungenflüssigkeit staut sich in die Lunge zurück. Durch die Druckerhöhung dehnt sich die Lunge aus und die Lungenhypoplasie wird verhindert. 

Problem: Für die erfolgreiche Therapie muss die Luftröhre durchgängig dicht verschlossen sein.

Lösung: Nur in unserer Klinik wird ein Ballon mit einem Volumen von 2,5 ml verwendet, welcher im Vergleich zu anderen Kliniken größer ist.

IV: Ballonentfernung:
Der Ballon  muss unbedingt vor oder während der Geburt entfernt werden, damit die Luftwege des Kinds nach der Geburt frei sind. 

Problem: In mehreren Studien zeigten sich technische Probleme bei der Entfernung des Ballons, da die Ballonentfernung in über 50% der Fälle als Notfall, beispielsweise bei vorzeitigem Blasensprung oder in                                                                       kommunalen Krankenhäuser, ablaufen.

Lösung: Die in unserem Haus einzigartige Ballonmarkierung erleichtert die spätere Entfernung und sorgt für eine schnelle Sicherung der Atemwege des Kindes bei der Geburt. 

Unser Ziel: Der Fetus zieht am Ende der Schwangerschaft den Ballon mittels Zug an der Markierung selbstständig aus der Luftröhre. Auf diese Weise kann eine zweite Fetoskopie zur Entfernung des Ballons vermieden werden und so das erhöhte Risiko für einen vorzeitigen Blasensprung durch einen erneuten Eingriff verringert werden. 

Gelingt dieses nicht, kann der Geburtshelfer oder Pädiater während der Entwicklung des kindlichen Kopfes den Ballon mittels Zug an der Fadenmarkierung aus der Trachea ziehen und so die Atemwege des Kindes schnell sicher.

Die Verbindung des Ballons mit dem Rückholfaden stellt eine Besonderheit in unserer Einrichtung dar. (siehe Patent)
Bisher haben wir mit diesem Verfahren sehr gute Erfahrungen gemacht. 

 

Nehmen Sie hier direkt Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Termin in unserer Klinik:

Sekretariat: 0345-557 3250
Kreißsaal: 0345-557 2454
Doktorandin Frau van Uden: 0345-557 1952 
Fax: 0345-557 3251
E-Mail: geburtshilfe(at)uk-halle.de 

Falls Sie uns nicht sofort erreichen, hinterlassen Sie bitte Ihren Namen und Telefonnummer, dann melden wir uns zeitnah bei Ihnen.

 


 

Kontaktdaten

Direktor:
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Tchirikov

Hausanschrift:
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin
Zentrum für Fetalchirurgie
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle (Saale)

Sekretariat:
Claudia Heinrich
Telefon: (0345) 557-3250
Telefax: (0345) 557-3251

Kathrin Reinsdorf
Telefon: (0345) 557-3245
Telefax: (0345) 557-3251

Belegungsmanagement:
Kathrin Heller
Telefon: (0345) 557-5542
Telefax: (0345) 557-905542

Dokumentationsbüro:
Vera Gastel
Telefon: (0345) 557-2324
Telefax: (0345) 557-2448

Pflegerische Bereichsleitung:
Nicole Rostalski
Telefon: (0345) 557-1311

Kreißsaal:
Telefon: (0345) 557-2454
Telefax: (0345) 557-2450

Pränataldiagnostik/ Schwangerenspezialambulanz:
Telefon: (0345) 557-2126

Schwangerenstation
(präpartale Station):
Telefon: (0345) 557-2519
               (0345) 557-2521

Wochenstation
(postpartale Station):
Telefon: (0345) 557-2512
               (0345) 557-2515